Ein selbstbestimmtes Leben erschaffen

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Immer mehr Menschen scheinen sich häufig darüber zu beklagen immer weniger Zeit zu haben. Nicht genügend Zeit für die Arbeit, Familie, Hobbys, Freunde, Freizeit, etc. Das drückt sich vor allem in einer permanenten Anspannung und Hektik aus. Auch das Gefühl „getrieben“ zu sein macht sich in meinem persönlichen Umfeld immer breiter. Woher kommt das? Steigende Konkurrenz um den eigenen Arbeitsplatz, in die Höhe schnellende Lebenshaltungskosten, die Erwartungen der Eltern / Partner / Freunde / Kollegen an den erreichten Status und den angehäuften Besitz, nicht zu letzt die eigenen Erwartungen vom Leben und noch viele weitere Dinge. Aber warum entscheiden wir uns, darauf mit Hektik und Stress zu reagieren? Offensichtlich stimmt das im Kopf kreierte oder auch implementierte Wunschbild nicht mit der messbaren Realität überein. Das Idealbild im Kopf stellt das Ziel der vermeintlichen Sicherheit da. Viele haben sich selbst schonmal ertappt bei dem Ausspruch: „Wenn ich erstmal eine Million € auf dem Konto habe, dann müsste ich mir über das Leben keine Gedanken mehr machen…“
Ist man dann eben noch weit davon entfernt, dann löst das blanke Existenzängste aus. Darauf instinktiv mit Stress und Hektik zu reagieren ist nur EINE Möglichkeit von vielen, wie wir sehen werden. Unser Ziel muss es sein, bewusst, mit klarem Überblick und unter völliger Kontrolle unserer Re-Aktion auf solche Situationen im Leben einzugehen.

Wir werden in diesem und folgenden Posts darüber schreiben, was uns geholfen hat, mit dieser, auch uns durchaus bekannten Situation, fertig zu werden. Wir werden Euch sowohl praktische Tipps zur direkten physischen Umsetzung, aber auch Herangehensweisen auf mentaler Ebene nahelegen, die uns helfen, mit einer gesünderen Einstellung an diese Problematik heranzugehen.

Selbstverantwortung – der erste Schritt in ein besseres Leben

In jedem Bereich des Lebens gilt es SELBST-VERANTWORTUNG zu übernehmen. Aber was genau bedeutet das? Wie der Begriff sagt geht es darum, die VERANTWORTUNG über sich SELBST (wieder) zu ergreifen. Wir tendieren zunehmend dazu, genau das Gegenteilige zu tun. D.h. wir suchen und erwarten oft Sicherheit, Vertrauen und Lösungen ausserhalb von uns, anstatt auf uns SELBST, also unserer inneren Stimme zuzuhören und ihr zu vertrauen. Hierzu gibt es einige Beispiele aus unserem täglichen Leben: Für Geldfragen kontaktieren unseren Finanzberater, für Schutz die Polizei, für Rechtsfragen den Anwalt, für Regeln des Zusammenlebens unsere Politiker, für moralische Werte den Pastor, für gesundheitliche Probleme den Arzt und für Lebensfragen einen Freund oder Partner. Um Missverständnisse gleich zu vermeiden, ich würde Euch niemals davon abraten einen Arzt zu konsultieren, wenn Ihr Euch danach fühlt oder einen Anwalt einzuschalten, falls Ihr es mit dem Gesetz zu tun bekommt. Denn alle diese Institutionen und Personen haben Ihre Daseinsberechtigung und erfüllen einen Zweck. Aber vielleicht sollten wir endlich aufhören immer nur auf anderer Leute Ratschläge zu hören und erwarten, dass uns „fremde“ Personen sagen, was für uns das Beste ist? Wer kennt Euch denn so gut, wie Ihr SELBST euch kennt? Wer hat so viele Erfahrungen mit Euch geteilt, wie Ihr SELBST? Wer hat soviel mit Euch gelacht, außer Ihr SELBST? Wer ist denn mit Euch so oft in den Urlaub gefahren, hat mit Euch geweint, im Spiegel gesehen, Extremsituationen geteilt und so viel mehr, wie ihr SELBST?
Die Welt wird immer undurchsichtiger, zugegeben, und man könnte meinen, dass „externe“ Spezialisten notwendig sind um in dieser hoch abstrahierten Welt noch einen Überblick zu behalten. Auch das ist nicht ganz falsch, aber Sie werden ebenfalls feststellen, dass die Welt von einigen unserer Mitmenschen komplizierter dargestellt wird, als Sie eigentlich ist. Schauen Sie sich dazu einfach nur Mal unser Steuersystem an….

Wie ist Eure Wahl?

a.) Gebt Ihr weiterhin die Verantwortung für Entscheidungen über Euer Leben an „Experten“ ab? Nehmen wir die Berufswahl – viele werden es noch kennen, das Gespräch mit den Eltern: “Junge, was willst Du später mal machen? Du kannst nicht ewig hier wohnen bleiben!” Aus purer “Stressvermeidung” oder auch eigener Unsicherheit lässt man sich dann auch gerne mal dazu hinreißen Jura zu studieren oder eine kaufmännische Ausbildung anzufangen – das sei ja schließlich was “Ordentliches”.

Der Vorteil ist, wenn’s dann im Studium oder Job nicht so richtig läuft, kann man immer noch bequem feststellen, die Eltern seien schuld – die wollten ja, dass… Aber das ist leider zu kurz gegriffen. Ist es ein Wunder, dass es nicht funktioniert hat? Wie soll irgendjemand, von Eltern, über Chef bis Politiker, FÜR EUCH die richtige Entscheidung treffen können? Keiner dieser Personen kann Eure Gedanken lesen, Eure Lebenserfahrungen erahnen, kennt Euren Tagesablauf, Eure Essgewohnheiten, Euer tägliches Stresslevel, Eure persönlichen Beziehungen…geschweige denn das, was Euch wirklich antreibt und Euer Herz zum Schlagen bringt…
Es wird Zeit, sich über die eigenen Werte klar zu werden. Wer bin ich, wenn ich alleine bin mit mir SELBST? Wer bin ich, wenn man alle Erwartungen anderer an die eigene Person nicht beachtet? Wer bin ich, wenn ich tiefe, ehrliche Genugtuung und Dankbarkeit verspüre? Wer bin ich wirklich?

b.) Übernehmt selbst die Verantwortung über Euer Leben und alle Entscheidungen, die das Leben von uns fordert. Werdet Herr über Euer Leben. Es gehört schliesslich Euch. Schützt uns das vor Fehlern? Sicherlich nicht. Aber was haben wir denn zu verlieren? Ist Euch schon Mal aufgefallen, dass wir die größte Angst gar nicht vor dem Scheitern an sich haben, sondern viel mehr vor der Reaktionen anderer Leute darauf? Wir fürchten uns davor die Erwartungen anderer Leute nicht zu erfüllen, sie zu ent-täuschen. Unsere deutsche Sprache ist herrlich präzise. Zerlegen Sie Mal das Wort „Ent-Täuschung“. Eine Täuschung wird ent-machtet, also aufgelöst. Erwartungen anderer sind dann Illusionen, ohne Wertung gemeint, und diese werden einfach aufgelöst. Was von Natur aus ist falsch daran, eine Illusion aufzulösen? Ihr seht, wir haben keinen Grund zur Angst, denn wir schaffen durch Selbstverantwortung eine neue Realität, und zwar jeder von uns für uns. Eine, die wir selber gestalten und kontrollieren können. Fehler werden in unserer heutigen männlich-dominierten Gesellschaft leider oft als Schwäche stigmatisiert. Was aber der eigentliche Sinn hinter Fehlern ist, ist das Potential für persönliches Wachstum – aus unseren Fehlern lernen. Hören wir uns an, was einige uns bekannten Personen über Angst vor dem Scheitern gesagt haben:

„Den grössten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“ Dietrich Bonhöffer, 1906 – 1945, Theologe und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

„Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen“ Kurt Tucholsky, 1890 – 1935, Journalist und Schriftsteller

„Wenn ich mein Leben noch einmal Leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.“ Marlene Dietrich, 1901 – 1992, deutsche Schauspielerin und Sängerin

Denkt darüber nach. Fehler sind menschlich, natürlich, unvermeidbar und lebensnotwendig für unser persönliches Wachstum. Also scheut nicht davor zurück die Verantwortung für Eure Entscheidungen zu übernehmen, nur weil Ihr vielleicht Angst vor den Konsequenzen habt. Ihr habt das Potential Euer Leben in die Hand zu nehmen und es nach eigenen Wünschen zu gestalten. Frei von Schmerzen, frei von Angst, frei von Fremdbestimmung, ein Leben im Überfluss, Respekt und Anerkennung für Euch und andere. DAS IST EUER GEBURTSRECHT! Nutzt es, Ihr müsst es nur wollen.

Im nächsten beschäftigen wir uns mit Selbstbestimmung vs. Eigenbestimmung,
persönliches Mission Statement verfassen, Ziele und Prioritäten definieren und eigenes Wertesystem erkennen und leben.

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