Der Neuanfang – Alles verändern in 7 Tagen durch 7 Schritte

Aller Anfang ist schwer, heisst es so schön. Gerade wenn wir unser Leben entscheidend verändern wollen, weil uns etwas nicht gefällt, weil wir eine Fehlentwicklung gemerkt haben, oder wir in eine neue Lebensphase kommen, ist es häufig besonders schwer die alten Gewohnheiten loszuwerden. Der Grund dafür ist, dass wir zu viel von uns selbst erwarten.
Meistens stehen wir uns dann schon sehr bald selbst im Weg. Die Diät bringt nicht die Erfolge, die wir uns erhofften; der Job macht nach wie vor keinen Spass, der Abend wird doch wieder vor dem Fernseher verbracht und /oder in der Beziehung wird weiterhin gestritten oder noch schlimmer – kaum noch geredet. Das gesamte Projekt “Veränderung” wird so schnell zu einer Last, die unüberwindbar – wie die Chinesische Mauer – scheint.
Allerdings können ein paar Schritte, die im Folgenden genauer erklärt sind, diesen Kreislauf sehr leicht durchbrechen, so dass die Motivation dauerhaft bleibt und wie eine Batterie wieder aufgeladen werden kann.
Zunächst bleibt noch zu sagen, dass jeder sein Leben selbst in der Hand hat und, dass es nie zu spät ist sein Leben zu verändern und wieder selbst in den Griff zu bekommen.

Schritt 1 – Das Erwachen
Bei jeder bewussten Veränderung brauchen wir einen “Aha-Momement” egal ob wir uns das Ziel setzen mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen oder dauerhaft abzunehmen. Diese “Aha-Momente” sollten aus dem Inneren kommen. Es ist kein Aha-Moment, wenn unsere Frau, Freundin oder Familie an uns rummeckert und uns versucht weiss zu machen, dass wir etwas verändern müssen. Vielmehr müssen wir uns mit uns selbst beschäftigen und Fehler eingestehen, erkennen und genau definieren (siehe Schritt 4). Erst wenn dieser Aha-Moment in uns stattgefunden hat und wir realisiert haben, dass Handlungsbedarf besteht, können wir mit Schritt 2 anfangen.

Schritt 2 – Genaue Parameter definieren
Das Leben sollte stets wie eine Wissenschaft behandelt werden. Bei allem, was wir machen, sollten wir darauf achten, was wir machen und wann wir es machen. Dementsprechend sollten wir zunächst genau darauf achten, wann wir die Sachen machen, die wir verändern wollen. Wie in jedem wissenschaftlichen Experiment müssen hier sämtliche Daten aufgeschrieben werden. Meistens dauert diese Datenerhebung nicht länger als eine Woche. Jeder sollte für sich aufschreiben, was sein Problem ist, wie man im Alltag damit umgeht und wie und wann das Fehlverhalten auftritt.

Schritt 3 – Daten analysieren
Nachdem die Daten im Schritt 2 erhoben wurden, sollten wir uns im Klaren darüber sein, wann und wo wir für das zu verändernde Problem ein Fehlverhalten etabliert haben. Jetzt geht es darum, das Problem genauer zu erörtern, in dem wir die Daten analysieren. Wir sollten anhand der Daten in der Lage sein, Situationen zu erkennen, wann wir etwas verändern müssen, wann dieses Fehlverhalten entsteht und wie es entsteht. Wir sind auch in der Lage zu bestimmen, wer oder was dieses Fehlverhalten auslöst und in welcher Art und Weise wir mit den alten Gewohnheiten und mit diesem Fehlverhalten umgehen.

Schritt 4 – Genaue Ziele aufschreiben
Nun da wir das Problem erkannt haben, können wir Ziele definieren. Die Ziele sollten im Bereich des Machbaren liegen und wir sollten uns nicht selbst überschätzen. Wichtig ist allerdings auch, dass wir uns nicht unterschätzen. Das Erheben der Daten wird uns in diesem Schritt helfen. Wir haben uns bereits seit Längerem mit dem Problem beschäftigt und wir wissen, wann, wie und wer oder was dieses Fehlverhalten auslöst. Durch dieses Wissen können wir jetzt sehr gezielt auf das Problem eingehen und können genau definieren, wie wir uns in zukünftigen Situationen verhalten wollen. Am besten funktioniert hierbei eine Vorher / Nachher Tabelle. In der kann festgelegt werden, was, wie und wann wir für ein Fehlverhalten hatten. Auf der anderen Seite können wir Gegenmassnahmen genau bestimmen. Die sollte jeder für sich selbst definieren und dann möglichst genau aufschreiben.

Schritt 5 – Richtig denken und motiviert bleiben
Wir haben jetzt bereits das Fehlverhalten bzw. das, was wir verändern wollen, akribisch zusammengetragen und somit das Problem in kleinere Situationen unterteilt. Dies führt dazu, dass man längst nicht mehr vor der Chinesischen Mauer oder dem Mount Everest steht. Wir haben das Problem effektiv reduziert, in dem wir es analysiert und beschrieben haben. Dies zeigt uns die richtigen Lösungsansätze und prägt unser richtiges Denken. Das richtige Denken ist ein entscheidender Faktor bei jeder Veränderung und hilft dabei motiviert zu bleiben. Das richtige Denken bestimmt auch unsere langfristigen Erfolge. Nur wenn wir die richtigen Gedanken tief in uns verankert haben, werden wir in der Lage sein, jegliches Fehlverhalten auch nachhaltig zu korrigieren. Das richtige Denken ist ein individueller Prozess, der durch die Datenerhebung und die Datenanalyse geprägt und in jedem verankert wird.

Schritt 6 – Motivationstief einplanen und vorbereiten
Auch das richtige Denken, schützt teilweise bzw. zeitweise nicht vor Motivationstiefpunkten. Die sind leider in unserer Psyche einprogrammiert und gehören wie Regen und Sonne zu unserem Wohlbefinden. Es ist jedoch wichtig genau das zu erkennen und den Weg der Mitte zu suchen. Übermotivation und Motivationstiefs sollten bei keiner Veränderung langfristig eine Rolle spielen. Daher hilft es sich für genau diese Situationen selber Notizen in Form von Post-It’s, Briefen (Emails) etc zu machen. Sobald man in ein Hoch oder Tief gerät können diese zur Hilfe genommen werden, um wieder auf den Pfad des richtigen Denkens zu finden.

Schritt 7 – Ziele neu definieren
Veränderungen sind meistens Prozesse, die auf Entscheidungen basieren. Wir können sowohl Prozesse verändern, als auch Entscheidungen neu treffen (jedenfalls in den meisten Situationen). Es ist daher enorm wichtig weiter Daten zu sammeln und weiterhin akribisch aufzuschreiben wo ggf. eigenes Fehlverhalten stattfindet und auch wie wir uns in den Situationen verhalten. Durch diesen andauernden Analysenprozess reduzieren wir die Gefahr in alte Verhaltensmuster zu fallen und wir verändern somit nachhaltig die alten Gewohnheiten. Neue Gewohnheiten entstehen und wir haben etwas dauerhaft verändert. Die andauernde Beobachtung des Verhaltens führt zwangsläufig zu neuen Ergebnissen, die wiederum zu neuen Lösungsansätzen und neuen Zielen führen. Der Kreislauf schließt sich, das lebenslange lernen setzt ein.

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